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Was braucht man, um Wundmanager in der Altenpflege zu werden?

Altenpflege Weiterbildung Wundmanagement

In jedem Alter können Wunden auftreten, die einer besonderen Versorgung bedürfen. Wie genau diese bestenfalls aussieht, hängt allerdings nicht nur von der Wunde selbst ab. Auch das Alter der Patientin oder des Patienten spielt eine wichtige Rolle. Die gesundheitlichen Bedürfnisse eines Menschen verändern sich über die Jahre. Für die Arbeit in der Altenpflege ist eine Weiterbildung im Wundmanagement deshalb ratsam.

Wozu benötigt man in der Altenpflege eine Weiterbildung im Wundmanagement?

Altenpflege

Der menschliche Körper ist ein komplexes Konstrukt. Er erledigt jeden Tag unzählige Aufgaben, die den Menschen am Leben erhalten. Er wehrt sich gegen Krankheitserreger, bietet Schutz vor schädlichen äusseren Einflüssen wie Abgasen und anderen Umweltgiften und heilt Wunden. Doch manchmal benötigt er bei diesen Aufgaben etwas Unterstützung.

In welcher Form diese Unterstützung notwendig ist und auch in welchem Ausmass, hängt einerseits vom individuellen Gesundheitszustand ab. Andererseits ist es aber auch das Alter, das dabei eine wichtige Rolle spielt.

Die körpereigene Fähigkeit, Wunden selbst zu heilen, nimmt mit steigendem Alter ab. Bei tiefen, zerklüfteten oder infizierten Wunden, bei denen ein professionelles Wundmanagement ohnehin unumgänglich ist, sind dann oft intensivere Massnahmen notwendig.

Welches besondere Wissen eignet man sich für die Altenpflege in der Weiterbildung im Wundmanagement an?

Wundmanagement-Weiterbildung

Grundlage einer jeden Wundmanagement-Weiterbildung ist die Anatomie sowie die Physiologie des menschlichen Körpers. Geht es um Wundmanagement in der Altenpflege, ist vor allem Wissen bezüglich der besonderen gesundheitlichen Bedürfnisse im Alter unverzichtbar.

Wie bereits erwähnt, arbeitet die körpereigene Wundheilung mit den Jahren immer langsamer. Grund dafür ist der natürliche biologische Verlust der Zellqualität. Die Zellen arbeiten langsamer und auch Stoffwechselvorgänge laufen nicht mehr so rasch ab wie in jungen Jahren.

Geschädigte Hautzellen regenerieren sich infolgedessen ebenfalls langsamer. Folglich dauert es länger, bis Wunden heilen können. Ausserdem steigt das Risiko, dass die Wunden chronisch werden.

Wie verändern sich die Haut und die Wundheilung mit zunehmendem Alter?

Wundheilung mit zunehmendem

Wer im Wundmanagement in der Altenpflege arbeiten möchte, muss wissen, dass die Haut älterer Personen generell anfälliger für Verletzungen ist. Vor allem die Epidermis und die Dermis sind vom Hautalterungsprozess betroffen.

Die beiden Hautschichten werden dünner und verlieren an Elastizität, was sich auch an der Bildung von Falten erkennen lässt. Ebenso büssen die Gefässwände Elastizität ein, wodurch sich die Blutgefässe weiten.

Mit zunehmendem Alter läuft zudem die Abstreifung der obersten Hautzellen immer langsamer ab. Grund dafür ist, dass die Verhornung der darunterliegenden Zellen, die eigentlich nachrücken würden, nur noch unregelmässig stattfindet. Zellen, die bereits ausgedient haben und eigentlich ausgetauscht werden müssten, müssen so deutlich länger die Stellung halten.

Das gilt auch, wenn sie keine volle Leistung mehr erbringen können. Damit verliert die Haut ihre Schutzfunktion zu weiten Teilen und wird deutlich anfälliger für Schäden. Kommt es schliesslich zu einer Verletzung, dann ist mit einer verzögerten Wundheilung zu rechnen. So reagieren beispielsweise die Epithelien (das Deck- und Drüsengewebe der Haut) langsamer auf eine Wunde.

Nicht zu vergessen ist die reduzierte Menge an Proteinen in der Dermis. Relevant sind hier vor allem Kollagen und Elastin, die eine Matrix in der Haut bilden. Eine Aufgabe von ihr ist es eigentlich, die Wachstumsfaktoren aufrechtzuerhalten, die für die Wundheilung notwendig sind. Fehlen diese Proteine, dann wirkt sich dies im Umkehrschluss negativ auf den Heilungsprozess aus.

Welche weiteren Umstände können die Wundheilung beeinträchtigen?

Wundheilung beeinträchtigen

Gewisse altersbedingte Risikofaktoren sowie Krankheiten, die mit zunehmenden Lebensjahren auftreten können, schränken die Wundheilung in einigen Fällen ein. Dazu gehören unter anderem:

  • Herzschwäche
  • Blutgerinnungsstörungen
  • chronisch venöse Insuffizienz
  • Ernährungsdefizite
  • Durchblutungsstörungen arterieller, venöser oder lymphangiöser Art
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)

Leidet eine ältere Person an Herzschwäche, dann können beispielsweise ihre Beine anschwellen. Es entsteht ein ungewöhnlich hoher Druck und die Haut kann einreissen. Kleine Verletzungen entstehen, die sich entzünden können und unter Umständen sogar chronisch werden, wenn der Druck nicht abnimmt. Blutgerinnungsstörungen werden problematisch, da Wunden dadurch länger und möglicherweise auch stärker bluten.

Leidet eine Person an Arteriosklerose, können ebenfalls chronische Wunden die Folge sein. Als Ursache dafür kristallisiert sich häufig ein Verschluss einer Arterie heraus, der aus zunehmender Verkalkung resultierte. Oftmals lässt sich ein derartiger Arterienverschluss in den Oberschenkeln beobachten. Er verursacht teils schwere Durchblutungsstörungen und Hautgeschwüre, die ein intensives Wundmanagement erfordern.

Bei einer chronisch venösen Insuffizienz handelt es sich um die Folge einer Stoffwechselstörung der Haut. Dieser können geschädigte Venen, beispielsweise durch Thrombosen, zugrunde liegen. Das Venenleiden zeigt sich häufig schon in jungen Jahren, verschlimmert sich aber häufig im Alter.

Schuld daran ist der Elastizitätsverlust der Blutgefässe, der sich auch auf die Venen auswirkt. Das Bindegewebe verändert sich degenerativ und es kommt schneller zur Ausbildung von Geschwüren, die professionelles Wundmanagement benötigen.

Ihre Altenpflege Weiterbildung im Wundmanagement

Das Haut- und Wundmanagement bei älteren Patientinnen und Patienten stellt Sie, verglichen mit jüngeren Personen, nicht selten vor grössere Herausforderungen. Sie weisen veränderte Bedürfnisse auf – unter anderem, weil die Wundheilung nur noch verlangsamt abläuft.

In der Wundmanagement-Weiterbildung lernen Sie diese Bedürfnisse kennen und erfahren, wie Sie korrekt darauf eingehen. Nehmen Sie für nähere Informationen zu unseren Weiterbildungen gerne Kontakt zu uns auf!